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Jahresrückblick 2013

Nun ist das Jahr mit den Bienen zu Ende. Wir haben viel gelernt, über die Bienen und auch über uns! Es war unser Versuch zu erfahren, ob die Imkerei etwas ist, dass wir in unser Leben aufnehmen wollen! Da nicht jeder Versuch gut ausgehen muss, waren wir über die Möglichkeit, es mit der Leihimkerei zu versuchen sehr froh.
Im April, beim ersten Blick in ein Volk, waren es für uns so viele Bienen die zwischen den Waben herum wuselten. Wir haben uns nicht vorstellen können, dass später 60 bis 70tausend Bienen im Stock leben werden. Und nicht immer waren alle Bienen entspannt! Wenn wir auf der Suche nach Brut - Stifte sind auch echt winzig! - oder nach Weiselzellen - ist es noch ein Spielnäpfchen oder schon eine Stufe weiter? - waren, fühlten sich einige Bienen sehr gestört und haben gestochen! Und das war echt schmerzhaft! Aber es wurde mit Stich um Stich besser… Es gab sogar einen "Stiche-Wettbewerb"! Den hat, glaube ich, mit großem Abstand Sven gewonnen. Glückwunsch!!!

Nicht alle sind mit den Stichen klargekommen. Sandra hat sie nicht gut vertragen. Leider war das wohl auch ein Grund, warum sie aufgehört hat. Schade! Aber dafür ist die Leihimkerei ja gedacht, es zu probieren!

 ©  ab in den harz

Zu den regelmäßigen Treffen an "Moccas Bienenwagen" hat uns Max theoretisch und praktisch in die Imkerei eingewiesen. Wir konnten von unseren Erlebnissen berichten und uns gegenseitig Mut machen! Manchmal hat nicht alles auf Anhieb geklappt, aber eines war immer dabei: die Freude mit den Bienen zu arbeiten!
Und dann kam endlich der Tag, an dem wir die Honigernte zu Max bringen konnten! Es wurde geschleudert! Jeder war stolz auf seine "Mädels" und seinen Honig. Unglaublich, wie verschieden Honig schmecken kann! Ich glaube, er schmeckt auch so lecker, weil man einen kleinen Teil zu seiner Herstellung beigetragen hat!
Leider hat die Imkerei nicht nur schöne Seiten. Auch Krankheit und Tod gehört dazu. Die Varroa-Milbe macht den Völkern ganz schön zu schaffen und nicht alle haben es überlebt….
Aber es wird weitergehen!! Es gibt nun neue Imker, die sich um den Fortbestand der Bienen kümmern!
Und einige von uns haben einen Verein gegründet! "Kleinfolgenreich" wird sich der wesensgemäßen Bienenhaltung, der Landschaftspflege und dem Umweltschutz, dem Gemeinwesen und der Volksbildung sowie Kunst und Kultur widmen. Wir wollen, dass es den Bienen besser geht, dass der Mensch verantwortungsvoller mit seine Umwelt umgeht, vielleicht sein Leben etwas ändert und dieses Wissen weitertragen.

17. Oktober 2013

Bienen, Flüche, Friedhof

Langsam geht das Bienenjahr zu Ende. Max und ich haben uns Gedanken gemacht, wie das Projekt "Bienen im Georgengarten" im nächsten Jahr weitergehen soll. Denn das es weitergeht, ist keine Frage! Aber: wollen wir alle Standorte behalten oder ist es besser alle 4 Völker an einem Ort zu haben? Für mich ist ein Standort besser, da das Hin- und Herfahren im Park doch relativ viel Zeit gekostet hat. Und Max meint sowieso, dass es sich leichter arbeitet, wenn mindestens 4-10 Völker an einem Ort stehen...
Also ist es beschlossen - alle 4 Völker werden im nächsten Jahr im Obstgarten stehen! Dorothea wird nicht mehr allein sein und Teresa, ka und Biggy müssen umziehen. Sie werden erst einmal ins Winterquartier zu mir auf den Friedhof ziehen!! Jaaa klingt komisch, aber mein Büro ist auf einem Friedhof, einem sehr schönen, alten Friedhof mit vielen Bäumen und Knallerbsensträuchern - ein Bienenparadies!
Der Umzugstermin wurde beschlossen, der Transport für die frühen Morgenstunden geplant und ich sollte am Abend vorher die Fluglöcher verschließen! Einfache Übung - dachte ich! Vor dem Umzug habe ich noch einmal mit Bienenwohl behandelt, damit die Mädels am neuen Standort erst einmal ein bisschen Ruhe haben. Der Plan sah so aus:
Bienen durchsehen bis ca.19.00 Uhr, dann erstmal schnell nach Hause, Auto abstellen, aufs Fahrrad schwingen und die Runde zum Fluglochschließen gedreht! Es wurde so gegen 19.45 - 20.00 Uhr dunkel, also alles gut zu schaffen.
Ok, dann habe ich im Park eine gute Bekannte getroffen. Wir hatten uns lange nicht gesehen...schwatzen, schwatzen, schwatzen! Ein Blick auf die Uhr - das mit dem Fahrrad hatte sich erledigt! Mit dem Auto ans Vasenhaus zu Teresa...alle Bienen hatten es sich auf dem Flugbrett zum abendlichen Entspannen versammelt! Nun gut, dann erst mal zu ka ans Fremdenhaus. Dort waren nur wenige Bienen noch draußen und die sind auch freiwillig nach kurzer Zeit reingekrabbelt. Also Flugkeil umgedreht und wieder zurück zu Teresa. In der Zwischenzeit war es ziemlich dunkel...Bloß gut, dass so ein Auto Scheinwerfer hat! Und immer noch waren nicht alle Bienen im Stock! Was tun? Mir ist nichts eingefallen. Wenn es soweit ist, rufe ich immer Max an. Aber der wollte es an dem Tag mit Telepathie versuchen und hat sein Handy zu Hause gelassen...und da bin ich noch nicht so gut! Also habe ich Katrin angerufen und den Tip bekommen Regen zu simulieren! Ha, da hätte ich auch selbst drauf kommen können! Wenige Regentropfen aus der Sprühflasche haben genügt und auch die letzten Mädels von Teresa waren im Bett! Nun war es aber stockdunkel und ich hatte Biggy noch vor mir. Biggy stand an der Wallwitzburg, an einem Hang der mit kleinen Robinien, Brennnesseln und Brombeeren bewachsen ist. Das Scheinwerferlicht hat den halben Hang hinauf gereicht - dann wars dunkel. Ich habe mehr gefühlt als gesehen, dass noch Bienen auf dem Flugbrett saßen. Es waren aber nur wenige, also habe ich versucht den Flugkeil vorsichtig heraus zu nehmen. Gut dass ich den Stockmeisel mit hatte, alles war ziemlich doll verklebt! Und dann ist es passiert - eine Biene hat mich in die Hand gestochen und der Reflex war echt gut! Zack, flog der Stockmeisel ins Dunkle! Beim Herumtasten habe ich alles möglich gefunden: Brombeerranken, Brennnesseln und Roniniendorne! Meine Flüche schreib ich mal lieber nicht auf....Den Flugkeil habe ich dann mit einem Stock herausgeholt und auch wieder fest verschlossen. Eine Abschlussrunde um die Beute - da lag ja der Stockmeisel! Ich hatte ihn in eine völlig andere Richtung geschmissen!
Nun hieß es nur noch heil den Hang hinab zu kommen - ist echt blöd gegen ein helles Licht im Dunkeln zu laufen! Aber dann war endlich alles geschafft! Am meisten wohl ich!

Der Umzug an sich verlief ohne Probleme. Und nun stehen die Bienen bei mir auf dem Friedhof! Ich freue mich jeden Tag, wenn ich aus dem Fenster sehe und die Bienen fliegen sehe. Nun kann ich auch mal am Mittag zu den Mädels gehen und ein kleines Schwätzchen halten...

20. August 2013

Milben, Wespen, Stichzähler

Bisher habe ich meistens von den Bienen im Georgengarten und meinen Erlebnissen erzählt. Auch von Sandra und Katrin und ihren Erlebnissen war schon zu lesen. Aber es gibt noch mehr Leihimker! Alle haben ihre eigenen Erfahrungen in ihrem ersten Bienenjahr gemacht.
Anita und Bernd aus Wolfen, die mir ein Foto geschickt haben, auf dem eine Weiselzelle zu sehen war - ich hatte vorher noch nie eine gesehen!
Sven und Kathrin haben ihr Volk "Nektarinen" getauft und stehen im "Stichwettkampf" miteinander. Und dann sind da noch Annelie und Joachim aus dem Schachdorf Ströbeck,
die sich auf das Bienenabenteuer eingelassen haben.
Heute nun die aktuellsten Informationen von den Nektarinen. Die E-Mails von Sven sind immer wieder erfrischend! Aber lest selbst...

09.08.2013

... also nach dem Urlaub war unser Pflegevölkchen wie ausgewechselt-
voll im Carboxygruppen-Rausch (ja, ja die Chemie) Na gut, wenn ich 14 Tage Ameisensäure atmen müßte, würde ich wohl auch schielen und mich über Frischluft freuen.
Nach 'ner halben Stunde ohne Deckel waren sie wieder ganz die alten... und
der Milbenfall hat sich ordentlich reduziert. Wäre schön, wenn es so bliebe.
Ganz nebenbei werden immer noch Spielnäpfe gebaut und die neue nagelneu zusammengeschraubte Drohnenwabe (IKEA-like) mit zukünftigen Opfern der Drohneschlacht bestückt.
Irgendwie haben die Bienen wohl den Sonnenstand verpeilt. Wenn sie so weiter machen, stellen wir Ihnen eine Mondphasenuhr in die Beute...
Max' Superfuttermix geht hier weg, wie warme Semmeln- das Rezept müssen wir uns unbedingt geben lassen. (ob es am Kamillentee liegt ?) Es sieht so aus, als wenn die Nekies den Rüssel gegen einen Feuerwehrschlauch getauscht haben....
übrigens: Beim Nachfüllen hat sich doch glatt der Stichzähler weiter gedreht.
Jetzt steht es 19 zu 3 für Sven- Kathrin hat ihren Überholversuch zu den Akten gelegt ;-))

Zum Schluß noch eine Beobachtung vorm Fluchlochkeil....(oh, ein Insider)
An der Beute finden sich schwarz-gelb gestreifte Trittbrettfahrer ein. Das zugehörige Wespennest habe ich noch nicht gefunden, es liegt wohl außerhalb.
Eine Wespe hat sich eine Nektarine geschnappt und sie in der Mitte durchgeknabbert. Das Bienenhinterteil hat sie mitgenommen, um das Vorderteil haben sich die Ameisen gekümmert. Natur ist doch der reinste Horrorfilm. Filmen konnte ich das nicht, da es vor 22.00 Uhr stattfand und somit nicht gesendet hätte werden dürfen.
(es herrscht schließlich Ordnung im Land)
... bis zum nächsten Mal

Und das nächste Mal folgte schon ein paar Tage später...

16.08.2013

...Ansonsten sind die Nektarinen total entspannt, die Futtertasche scheint wohl an einem Tag "inhaliert" zu sein- sie mögen es. Zum Glück gibt es ja noch die eine oder andere Blüte in der Nähe.
Die frisch geschlüpften Drohnen haben sie wohl auch gleich rausgeschmissen- was für ein Leben, jetzt liegen einige im Blumenbeet vor der Beute und die Drohnewabe ist voller Honig.

Du (Max) kannst dein Quiz erweitern: es gibt 7 Dinge, die die Nektarinen liefern:
7. ...Milben (ich überlege, ob wir heute Abend Milben grillen...;-))
Da fallen zur Zeit mehr als 20 pro Tag (wie viele braucht man für eine Mahlzeit...?),
die Bienen putzen wie verrückt.
Am Sonntag ist der Puderzuckertest dran (14 Tage sind nach Ameisensäure um)- wir sind jedenfalls gespannt.

20.08.2013

..zu früh gefreut...
Hab heute früh nach Milben geschaut (aus Neugier), da waren's auch schon 9
an einem halben Tag. Dann lag es wohl doch an der zurückgelegten Zeit und nachlassender Wirkung.

Entschieden hatten wir uns ja schon, ich mußte nur noch den 20. Piekser einstecken (so als Bestätigung)- also alles palettie, wir machen die Metamorphose vom Leih- zum Einsteiger-selbst-1 bis 2 Völker-Stadt-Imker und zwar in Dadant-Beuten aber nicht in Dadant-Beuten ....sondern in Halberstadt

...übrigens Punkt 8 für Bienennutzen im Quiz:
8. Bienenstiche...sie verjüngen die Haut. In ein paar Stunden ist sie faltenfrei,
man sieht zwar aus wie das Michelinmännchen aber immerhin...

Honig in Bernsteinfarbe- ich als Lai(e)-Imker würde sagen, da hat das Bernsteinzimmer ordentlich Tracht gehabt. Somit ließe sich die Suche danach eingrenzen...

Von wegen Bernsteinzimmer - Georgengarten: grüne Oase und Paradies für die Bienen! Ich freue mich schon auf die verzückten Gesichter, wenn wir zum nächsten Moccas Bienenwagentreff den leckeren bernsteinfarbenen Honig verkosten!

15. August 2013

Gartenreichtag 2013

Zum Gartenreichtag wird in verschiedenen Parkanlagen für die Besucher ein buntes Programm geboten. In diesem Jahr stand der Tag unter dem Motto "Frauenorte". Auch im Georgengarten wurde gefeiert - mit dem Schachtelwerk (tolle Dinge aus Papier!), zierlichen Keramikdamen für den Garten, Künstlerinnen im Fremdenhaus, mit außergewöhnlicher Mode vor der Orangerie, einer Kunstwerkstatt für Kinder im Blumengartenhaus, Kaffee und Kuchen vom Förderverein und natürlich mit unseren Bienen am Vasenhaus! Viele Menschen, Große und Kleine wollten von Max etwas hören - über die "Amazonen im Georgium".
Und Max hat erzählt von den fleißigen Bienenfrauen, wie sie übers Jahr zusammenleben und gemeinsam alles für das Wohl ihres Volkes tun. Die Kinder haben gestaunt über die dicken Drohnen, die so laut brummen und eigentlich ungefährlich sind. Und die Erwachsenen, wenn ich so zurückdenke, waren es hauptsächlich Frauen, staunten über das Gewicht der Honigwaben, wenn sie voller Honig sind und lauschten den Erläuterungen von Max und seinen Assistentinnen (genauso stand es in der Zeitung!) über die neuen Bewohnerinnen des Georgengartens.
Am Nachmittag wurde im Vasenhaus öffentlich Honig geschleudert. Immer wieder drängten sich viele Menschen in den Raum, weil sie sehen wollten, wie der Honig aus den Waben kommt. Zum Glück waren Anita und Bernd da - Bernd hat den perfekten Schleuderrhythmus!!! Es hat allen viel Spaß gemacht! Besonders die Kinder waren mit Feuereifer dabei, als sie beim Entdeckeln der Honigwaben helfen durften. Der geschleuderte Honig sieht aus wie Bernstein und ist ganz dickflüssig! Max meint, es ist Blatthonig dabei!!! Er schmeckt gleichzeitig süß und würzig, wie Karamell. Eine leckere Kostbarkeit, die die Bienen uns da geschenkt haben!
Es war ein sehr schöner Tag - mit interessierten Besuchern und einem entspannten Imkerteam!

Bienenbunt?

Vor Kurzem habe ich mich über den in orientalisch anmutenden Mosaiken eingebauten Pollen gewundert, und mich gefragt, ob Bienen Farben sehen können. Heute weiß ich, das sie Farben sehen können, aber "Bienenfarben". In den Weiten des Internets habe ich folgendes gefunden.

"...Bienen sehen die Welt anders. Sie kennen kein Rot, Weiß ist für sie etwas ganz anderes als für Menschen, und sie sehen farbige Muster, wo der Mensch nur eine einheitliche Farbe wahrnimmt. Ihr Farbensehen ist so faszinierend anders, dass Wissenschaftler für Bienen eigene Farbbezeichnungen geprägt haben: Vom "Bienenweiß" über das "Bienenpurpur" bis hin zum "Bienenschwarz" reicht die Farbwelt...
...Bienen sehen die bunte Farbenpracht der Blüten also gänzlich anders als Menschen. Aus diesem Grund sprechen Wissenschaftler sogar von Bienenfarben, wenn sie das Farbsehen der Biene beschreiben. Weiß etwa nimmt der Mensch wahr, wenn alle drei Zapfentypen – Blau, Grün und Rot – maximal erregt sind. Bei der Honigbiene entsteht der entsprechende Farbeindruck Bienenweiß dagegen durch die gleichmäßige starke Erregung der UV-, Blau- und Grün-Zapfen. Bienenpurpur bezeichnet einen Farbeindruck, der für das menschliche Auge gelblich erscheint. Viele Blüten, die dem Menschen rot erscheinen, sind für die Insekten Bienenschwarz, da sie das Rot nicht wahrnehmen können. Einzig das Bienenblau entspricht in etwa der menschlichen Blauwahrnehmung...."

Also haben die Bienen doch nicht nach passenden Farbkombinationen Pollen eingebaut... Wahrscheinlich waren ganz praktische Dinge die Ursache - in welcher Reihenfolge sind die Sammlerinnen mit ihren dicken Pollenhöschen im Stock gelandet und welche Biene war zuerst an welcher Zelle!
Aber das ändert nichts an meiner Faszination für diese kleinen fleißigen, intelligenten Tiere!


Was ist sonst noch passiert?

Biggy geht es wieder gut! Sie haben ihr Zusammenleben wieder geordnet und sind sehr fleißig beim Honig einbauen. Auch die anderen Völker sammeln noch fleißig und produzieren leckeren Honig!
Naja und ich habe nun doch ein "missglückte Schönheits-Op-Lippe" bekommen! Ein Stich von ka war sehr schmerzhaft und machte für den Tag das Trinken etwas schwierig... Aber am nächsten Tag war alles dank regelmäßiger Einnahmen von Apis-Globuli schon wieder am abschwellen! Bienenküsse sind eben nicht ohne...

28.Juni 2013

Wenn Bienen schwärmen...

...dann ist natürlich nicht gemeint, dass sie über besonders leckeren Nektar
oder pollenreiche Blüten frohlocken! Sie schwärmen einfach davon!
Wenn das Volk auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung angelangt ist oder sie sich in der Beute zu beengt fühlen, legen die Bienen Weiselzellen an. In diesen Zellen wachsen unter besonderer Pflege die neuen Prinzessinnen heran, die nach 16 Tagen schlüpfen. Wird die erste Weiselzelle nach 8 Tagen verdeckelt ist der Bien schwarmbereit. Die alte Königin wird auf Diät gesetzt, damit sie wieder fliegen kann. Stimmt das Wetter an einem der folgenden Tage, löst sich der Schwarm mit der Königin von seinem Stock. Die vorausfliegenden Spurbienen lotsen die brausende Bienenwolke zu einem "Zwischenlandeplatz".
Es wird gesagt, dass das Volk in diesem Moment des Ausfluges stirbt, weil sich der innere Zusammenhalt der Bienen total auflöst. Aber wenn sie sich wieder um ihre Königin scharen und an einem geeigneten Ast die Schwarmtraube bilden, wird das Volk wiedergeboren! Der Imker muss nun schnell sein und auch ein bisschen Glück haben, um den Schwarm einzufangen!
Zwei Leihimker haben schon einen Schwarm gehabt und Max hat sogar ein Volk, dass dreimal schwärmte. Die 4 Völker im Georgengarten haben es nicht getan! Manchmal denke ich, schade, hätte ich auch gern gesehen, aber dann bin ich doch froh, dass es nicht dazu gekommen ist. Alle "Zwischenlande-Äste" im Umfeld der Völker befinden sich nämlich auf hohen Eichen oder Robinien oder Kastanien! Da wären wir nie rangekommen!

Aber es gab auch sehr ungewöhnliche Schwarmerlebnisse. Hier ein Bericht von Sandra:

Unser erster Schwarm!

Am ersten richtig schönen Bienentag des Jahres (Juni!), freute ich mich über die fleißige Geschäftigkeit unserer Bienen. Nicht im Entferntesten habe ich heute damit gerechnet, dass am späten Nachmittag noch ein Schwarm in unserem Garten fallen wird. Doch mein Mann, der in jeder größeren Bienenaktivität bereits einen Schwarm vermutet hat, sollte jetzt Recht behalten, über unserer Beute summte eine recht ansehnliche Bienenwolke. Nach einer Überquerung unseres Gartens, ließ sich diese in einem alten Apfelbaum nieder und bildete eine schöne Schwarmtraube. Max kam uns zu Hilfe, holte gekonnt auf einer wackeligen Leiter den Schwarm aus den Zweigen. Mit einem kräftigen Schlag wurde die Bienentraube in einen Eimer befördert und wir standen unter der Leiter in einem Bienenregen. Doch keiner wurde dabei gestochen – wir waren sehr beeindruckt! Gleich danach konnten wir und Nachbars Kinder den Einzug des Schwarms in eine Schwarmkiste beobachten. Bei Kuchen und Cidre konnten wir gemeinsam diese tolle Erlebnis im eignen Garten ausklingen lassen. Man möchte jedem Jungimker einen Schwarm wünschen!

Und plötzlich waren es zwei…
Nachdem der eingefangene Schwarm sich einen Tag im kühlen Schatten an die neue Behausung gewöhnt hat, konnten wir ihn in unserem neuen kleinen Bienengärtchen aufstellen. Ich war nun sehr gespannt, wie mein „altes“ Volk nach dem Schwärmen aussieht, und so haben Max und ich einmal nach dem Rechten geschaut. Und welch eine Überraschung! Wir fanden im Volk frisch bestiftete Waben und Spielnäpfchen, aber keine Weiselzellen. Jetzt war gar nicht mehr sicher, ober der Schwarm aus meinem Volk kam oder der sehr unwahrscheinliche Fall eingetreten ist, dass sich ein fremder Schwarm in meinem Garten eingefunden hat. Und da Biene nicht gleich Biene ist, schauten wir sie uns genauer an. Mit etwas Übung konnte man erkennen, dass die Neuen sich doch etwas von unserem Volk unterschieden. Nun bleibt abzuwarten, was das alte Volk tun wird. Ist die alte Königin noch da, oder ziehen sich die Bienen eine neue Königin?

Was war passiert? Es war gar kein Schwarm von Sandras Volk! In ihrem Garten war zufällig ein Schwarm von einem Volk aus Mösthinsdorf gelandet. Und der Besitzer des Volkes ist - Max! Das ist doch ein unglaublicher Zufall, oder?!

Das Schwärmen gehört zu einem normalen Bienenleben dazu. Der Imker kann versuchen es zu verhindern - durch regelmäßige Kontrolle der Völker, ob Weiselzellen angelegt werden oder nur sogenannte "Spielnäpfchen" und einem ausreichenden Platzangebot. Aber wenn er es zulässt, ist es die beste Art der Vermehrung eines Volkes, eine natürliche Teilung!

Termine

Immenhort-Kurse & Veranstaltungen 2017

Geschehen

Immenwohl & ImmenKontor 2017

Grundsätze

Der Bien und unsere Imkerei

Leihimker

28.Juni 2013

Immenhort

Patenschaft

fuss