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2011 September

Ernüchterung an der Elsteraue

Die Elsteraue ist ein rosa Blütenmeer, die Balsamine spendet bis Oktober Nektar. Es herrscht reger Flugbetrieb. Jungbienen mit verkrüppelten Flügeln am Boden vor den Beuten lassen allerdings nichts Gutes ahnen.
Mit dem außergewöhnlichen Wachstum der Völker hat sich auch der Todfeind der Honigbiene, die Varroa-Milbe extrem vermehrt. Für uns war dieses Aus- maß bisher unvorstellbar. Da unsere Völker im vorangegangenen Jahr ohne jegliche Verluste überwintert hatten, wähnten wir uns bezüglich der Varroa einigermaßen in Sicherheit. Nun brechen bereits im Spätsommer die ersten Völker innerhalb von vier Wochen zusammen.

2011 August

Balsamine, Sonnenblume und Rechtsbeistand

In Halle-Beesen in der Elsteraue blüht die Balsamine, ein eingewanderter Fremdling. Naturschützern ist diese wunderschöne rosa blühende Pflanze ein Dorn im Auge, denn sie verdrängt einheimische Gewächse an Flussläufen. Für die Bienen ist diese, bis zum ersten Frost blühende Pflanze mit ihrem Nektar- angebot ein Segen, denn ab Juli blüht in unseren Breiten den Bienen kaum mehr etwas. Umgeben von ausgeräumten Landschaften der Monokulturen hungern die Bienen hierzulande schon im Sommer.
Den Völkern an der Elsteraue geht es also außergewöhnlich gut, wir müssen nicht mit Zuckersirup zufüttern.

Aufgrund einer Straßensperrung zwischen Schortewitz und Mösthinsdorf sind Katrin und Rosa gezwungen, auf ihren Fahrten nach Halle einen anderen Weg zu nehmen. Bei dieser Gelegenheit entdecken sie ein Sonnenblumenfeld.
Wir beschließen mit sechs Völkern in diese Tracht zu wandern. Die Suche nach einem Standort für die Völker gestaltet sich schwierig. Nach einigen Anläufen erhält Max die Zustimmung von der Frau des Schäfers Held aus Löbejün. Unsere Beuten dürfen auf ihrer Wiese am Rande von Wieskau stehen.

Am 19. August erreicht uns die Anklageschrift vom Anwaltsbüro unsere Nachbarn, es kommt also zum Rechtsstreit. Wir melden unsererseits den Fall an den Landesimker-verband und bemühen uns um Rechtsbeistand. Max meldet den Schadensfall bei der Imker-Global-Versicherung an.

2011 Juli

Wehrhafte Immen

Wespen und Hornissen greifen die Bienenvölker an. Wespen wollen im Volk Honig stehlen, Hornissen fangen vor dem Flugloch Bienen im Anflug, um sie in ihr Volk zu tragen und dort zu verspeisen. Beeindruckend sind die Formationen, die unsere Bienen an den Fluglöchern bilden, um sich gegen die Angreifer zu verteidigen. Sie bilden eine Art „Verteidigungsteppich“ und lassen nur ein kleines Schlupfloch für volkeigene Bienen.

2011 Juni

Blühende Landschaft und ausgeprägte Schwarmstimmung

An unseren Bienenständen entfaltet sich eine sagenhafte Blütenpracht. Wir sitzen nach dem Imkern oft auf der Bergkuppe am Stand Wildblume, schauen über das Blumenmeer und hinüber nach Beesen, wo an der Aue weitere immenwohl-Völker stehen. Unsere Vökerzahl wächst durch rege Schwarmstimmung die entsteht, wenn es den Bienen so gut geht wie in diesem Jahr. 42 unserer Beuten und Ablegerkästen sind besetzt. Wir haben nunmehr fünf Standorte mit je sechs bis zehn Völkern zu betreuen. Die Honigernte macht Freude, aber auch eine Menge Arbeit. Wir sind von dem Honigesegen dieses Jahres überrumpelt und überfordert. Max schleudert und rührt den Honig Tag und Nacht, Katrin füllt ihn entsprechend in Gläser. Wir kommen kaum nach, es fehlt sowohl an Abfüllbehältern als auch an Gläsern. Wir kratzen unser Geld zusammen um das nötige Zubehör nachzukaufen. Unsere achtjährige Tochter übt sich im Entdeckeln von Honigwaben mit der Entdeckelungsgabel, verliert aber angesichts der Menge auch schon mal die Lust. Wir sind am Ende unserer Kräfte, wissen uns keinen Rat. Beim Paulusfest in Halle findet unser Honig guten Absatz und wir gewinnen mit den Inhabern des Cafés Rosenburg in der Nähe des Landesmuseums für Ur- und Frühgeschichte in der Saalestadt die ersten Partner für den Honigverkauf und die Rücknahme der Pfandgläser.

*Am Schloß in Quetzdölsdorf stehen sechs unserer Völker.
Wir danken dem Verein Land.Leben.Kunst.Werk. für die gute Zusammenarbeit.

2011 Mai / Juni

Stand Fuhneaue und die große Frage

Der Frühling bleibt ausgesprochen trocken, es regnet sechs Wochen nicht.
Unsere Völker entwickeln sich in der steten Tracht rasant und sorgen für ihr Wohl. Wir bauen die Imkerei weiter aus und errichten unter Mithilfe von Freundin Doro einen neuen Bienenstand in der Fuhneaue zwischen Schortewitz und Mösthinsdorf. Unsere Kinder Lore und Rosa begleiten das Treiben spielend. Die Völker Jule, Konrad, Paul und Teresa haben hier in den nächsten Wochen einen herrlichen Ausblick.
Berauschende Blütenpracht auch am Stand Wildblume, Volk André geht es am Petersberg sehr gut, weitere Völker folgen ihm dorthin alsbald nach.
Wir erweitern den Bienenstand Quetzdölsdorf und bringen sechs Völker an den Schlosspark. Oft frühstücken wir nach dem Imkern gleich bei den Bienen.
Überhaupt leben wir in diesen Wochen alle Tage mit den Immen, wir kommen gut miteinander aus. Unsere Tochter Rosa baut kunstvolle Bienentränken, die gut angenommen werden. Das Dach unseres Nachbarn mit den kleinen gelben Punkten beschäftigt uns beinahe alle Tage. Der reinigende Regen will einfach nicht kommen, inzwischen hat sich hellgelber Rapsstaub auf die ehemals glänzend grünen Dachziegel gelegt, auch Vogelschiß zeichnet sich ab. Wir stellen uns die Frage: „Wie viel Natur darf eigentlich noch auf dem Lande sein?“


An unseren Ständen bekommt jedes Volk einen eigens eingerichteten Platz mit einer Waschbetonplatte unter den Beuten-Ständern, für trockene "Füße". Außerdem kann kein Gras unter die Beuten wachsen, eine gute Belüftung durch das Bodensieb ist somit gewährleistet.

*Wir danken Doro für ihre Hilfe und den Kindern Rosa und Lore für ihre Geduld.

2011 April / Mai

Blütenpracht und Hiobsbotschaft

Im Frühjahr dieses Jahres blüht Vieles zur gleichen Zeit. Warme Lüfte sind außerdem gut für Wäsche und Bienen, doch die Nachbarin und ihr Mann im Haus auf der anderen Straßenseite sehen es anders. Sie verlangen von uns die Reinigung ihres Daches bzw. Schadenersatz, weil unsere Bienen ab 21. März ihr Anwesen überflogen und mit ihrem gelben Kot verschmutzt haben. Am 4. Mai erhalten wir per Einschreiben vom Anwalt unserer Nachbarn die Auf-
forderung, innerhalb einer Frist von 2 Wochen den Schaden zu beseitigen oder die Reinigung durch Fachfirmen zu finanzieren. Allein für die Reinigung, des mit dunkelgrün glasierten Ziegeln gedeckten Daches, sollen wir laut einem beigefügten Kostenvoranschlag1993,- € zahlen. Hinzu kommen 177,- € für die Reinigung der Pool-Abdeckung und einer Außentischplatte.

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