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2013 April

Moccas Bienenwagentreff - der Erste

Nach wochenlanger Kälte und dauerhaftem Himmelgrau erfreut uns am ersten Sonntag im April bereits am frühen Morgen herrlicher Sonnenschein. Einzelne Völker fliegen schon am Vormittag aus, die anderen folgen im Lauf des Nachmittages.

10 Uhr treffen wir die interessierten Bienenfreunde an Moccas Bienenwagen am Ortsausgang von Schortewitz und wandern in den Schwarmgarten nach Kleinfolgenreich. Max als professioneller Mediennutzer und -gestalter hat sich vorgenommen, seine Ausführungen an der guten alten Schultafel mit Kreide zu flankieren und damit seine verschütteten zeichnerischen Fähigkeiten neu zu beleben. Es entsteht ein Tafelbild zur Durchlenzung der Völker.
Unsere Gäste folgen interessiert dem Geschehen. Später können sie mit einer Lupe auf den Bodeneinschüben verschiedenfarbige Wachskrümel und einzelne Milben besehen.

Die Sonne hat viel Kraft, gegen Mittag lässt die Tagestemperatur einen Blick in die Völker zu. Es ist ein besonderer Genuss, die Stockwärme zu spüren und den Duft einzusaugen. Wie angesichts der Witterungsunbilden zu erwarten war, sind die Völker in ihrer Entwicklung stark zurückgeworfen.

Weitere Termine: 02.06.+ 07.07.+ 04.08.+ 01.09.+ 06.10.
jeweils von 10 -12 Uhr

2013 Ostern

Schneeflocken statt Blütenzauber

Ostern erleben wir wie die vergangenen Wochen dieses Jahres, mit eisigen Nächten, Tagestemperaturen um die Null Grad, grauem Himmel, immer wieder Schneefall. Die Sonne schafft es nur selten durch die dichte Wolkendecke zu scheinen, dann merkt man wie viel Wärme sie schon spenden könnte. Diese raren Momente nutzen die Bienen, fliegen kurz aus, manche bringen sogar Pollen nach Hause. Bei einem Besuch der Völker in Kleinfolgenreich am Karsamstag können wir auf einigen Bodenbrettern kleine gelbe Pollenkügelchen entdecken. Dort finden wir auch abgenagte Wachskrümel (geschrotete Wabendeckel). Daran können wir Sitz und ungefähre Größe des Bien ausmachen. Alle Völker leben.

Da im Garten nichts getan werden kann, lesen wir in diesen Tagen das Buch "Das Lied vom Honig". von Ralph Dutli. Wir gewinnen bei der Lektüre dieses wortschönen Bienen-Lesebuchs wertvolle Erkenntnisse über die Bienen in unserer Kulturgeschichte und ihrer historischen Stellung in Religion und Lyrik. Einige Fakten werden wir auf unseren Schautafeln z.B. im Park Georgium in Dessau zitieren.

Auszug aus dem Klappentext von "Das Lied vom Honig"
... Die Symbolkraft der Honigbiene ist eine Menschheitskonstante. Das kleinste aller Nutztiere schenkt dem Menschen nicht nur sein bestäubendes Mitwirken bei der Entstehung von Früchten und Gemüsen, sondern auch Nahrung, Süßstoff und Kerzenlicht in Honig und Wachs, wirksame Heilmittel in vielfältiger Form, reiche Symbole und tiefgründige Gedanken. Die Biene gab Anlass zu religiösen Riten, Aberglauben und Wundergeschichten. ... Ralph Dutli erzählt davon mit kenntnisreicher Gewitztheit und Poesie.

2013 März

Mehr als Honig

"Mehr als Honig" lautet die deutsche Übersetzung des Filmtitels MORE THAN HONEY des schweizer Regisseurs Markus Imhoof. Wir zeigen diesen Film im Rahmen des FÖJ-Landesaktionstages Sachsen-Anhalt am Freitag, den 15. März um 20 Uhr in der Scheune des Energiehofes Finger in Schortewitz und laden Interessierte herzlich ein. Der Eintritt ist frei.
Himmel & Erde sorgt am Abend für das leibliche Wohl.

Wir konnten diesen Film leider nicht zeigen, da er trotz vorheriger Ankündigung vom Filmverleih nicht freigegeben worden war. Stattdessen strahlten wir den Dokumentarfilm "Das Geheimnis des Bienensterbens" aus.

2013 März

Sachverstand, Mückenspiel und Bienenflug

Während Max am ersten Samstag im März seinen letzten Kurs und die Prüfung auf dem Weg zum Bienensachverständigen durchlebt, werden Rosa, die Katze Halbschwanz und Katrin am Asternrain von milder Sonne beschienen. Nach wochenlangem trüben Wetter endlich etwas Wärme und helles Licht, in dem Mücken erste Formationen tanzen. Aus 15 Beuten fliegen Immen mit beruhigendem Summen aus, landen auf den sonnengewärmten Aludeckeln der Bienenkisten und entleeren ihre Kotblasen. Auf den Deckeln bleiben die typischen kleinen gelbbraunen Flecken zurück. Diese lassen sich am Sonntag nach einem leichten Graupelniesel, der den Bienenkot einweichte, gut abwischen. Wir denken bei dieser Gelegenheit an die Gerichtsprozesse des letzten Jahres zurück. Das Grundsatzurteil des Landgerichtes Dessau wird inzwischen bundesweit zitiert, wenn es um die Ortsüblichkeit der Bienen-
haltung geht. Es ist bemerkenswert, dass Imkerei in Großstädten wie Berlin als ortsüblich gilt und man auf dem Land dafür ein Gerichtsurteil brauchte.


An dieser Stelle der Hinweis an Nachbarn von Imkern, an den ersten warmen Tagen im Frühjahr wegen des Reinigungsfluges der Bienen bitte keine Wäsche in die Gärten zu hängen.

Von Gartenmöbeln oder Autos lässt sich Bienenkot nach Einweichen mit Wasser gut entfernen. Nach einigen trocknen Tagen pulverisiert der Kot und wird durch Regen im Laufe der Zeit auch von selbst abgewaschen.

2013 Februar

Auf neuen Wegen zum Wildbau

Mitte des Monats unternimmt Max eine Reise in den Süden der Republik, zum Mellifera e.V. an die Fischermühle in der Nähe des Bodensees. Fünf Tage lang entdeckt er beim Kurs für eine wesensgemäße Bienenhaltung die Welt der Immen neu. Er gewinnt wichtige Erkenntnisse zu den Themen Wildbau und Schwarmvermehrung und erlebt mit 60 Kursteilnehmer_innen ein ergreifendes Gruppengefühl, getragen vom Geist der Anthroposophie.
Max kommt erfüllt von dieser Reise zurück und berichtet fasziniert vom Erlebten. Wir werden in diesem Bienenjahr eigene Erfahrungen mit der wesensgemäßen Bienenhaltung sammeln und streben auf lange Sicht eine Demeter-Zertifizierung an. Eine Grundlage ist durch unsere Dadant-Betriebsweise bereits gelegt.

Besondere Kennzeichen der wesensgemäßen Imkerei sind Waben-Wildbau in großen, ungeteilten Bruträumen und Vermehrung der Völker unter Berücksichtigung des Schwarmtriebes. Bei Wildbau bauen die Bienen ihre Waben frei zu organischen Formen, ohne mechanische Vorgaben durch vorgefertigte Mittelwände. Der Schwarm ist der natürliche Trieb der Bienen zu ihrer Vermehrung.

2013 Februar

Max der Bienenflüsterer

Am 4. Februar erscheint in der Mitteldeutschen Zeitung ein Artikel über unsere Imkerei. Max verweist im Gespräch mit dem Journalisten Michael Maul unter anderem darauf, dass die verlorengegangene Interessengemeinschaft von Bauern und Imkern wiederbelebt werden müsse. Regelmäßige Fruchtwechsel auf den Feldern, das Anlegen von Blühstreifen an den Feldkanten oder der Anbau von bienenfreundlichen Futterpflanzen wie Klee und Luzerne wären für den Boden gut und sind für die Bienen auf dem Land überlebenswichtig.
Ein verantwortungsvolles Handeln ist besonders im Umgang mit Insekten-
vernichtungsmitteln geboten, denn auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind Insekten.

Termine

Wir haben ein Problem mit der Webseite. Bitte auf www.kleinfolgenreich.de wechseln!!

Geschehen

Immenwohl & ImmenKontor 2017

Grundsätze

Moccas Bienenwagen – ein Wahrzeichen in Schortewitz

Leihimker

28.Juni 2013

Immenhort

Leihimkerei

fuss